"If it kills like fascism..."
Shownotes
"If it talks like fascism, if it kills like fascism…"
… dann ist es Faschismus. Das sagte Tom Morello, Gitarrist bei Rage against the Machine, kürzlich bei einem Auftritt über das politische System der USA, über die Politik des US-Präsidenten Donald Trump. Der Verdacht liegt nahe, viele vergleichen etwa das Gebaren von ICE (Immigration and Customs Enforcement), der Polizei- und Zollbehörde des US-Heimatschutzministeriums, in Minneapolis (MN) mit dem Vorgehen der Gestapo im Nationalsozialismus. Diese derzeit viel diskutierten Vergleiche lassen die Dissenspfleger fragen: Was ist denn eigentlich Faschismus? Und sind die USA bereits ein faschistischer Staat - oder stehen sie an der Türschwelle zum Faschismus?
Lesetipps
Der Historiker und Publizist Volker Weiss fragt in einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung, ob sich die USA in Richtung Faschismus bewegen und konstatiert: "Im Maga-Trumpismus steckt neben faschistischen Zügen […] auch sehr viel spezifisch Amerikanisches. Das Phänomen ist wohl nur in Verbindung mit dem Tech-Kapitalismus zu verstehen, während der klassische Faschismus einer Welt fordistisch geprägter Nationalstaaten entsprang". Ebenfalls in der Süddeutschen Zeitung blickt der Historiker Timothy Snyder in die Vergangenheit und urteilt: "Trumps Worte und Taten erinnern an die Logik des Totalitarismus unter Hitler und Stalin". Etwas vorsichtiger bewertet der Historiker Volker Depkat die Situation. Im Podcast "Amerika verstehen. Mit Volker Depkat" geht er ebenfalls der Frage nach, ob das, was in den USA vor sich geht, als Faschismus zu bewerten ist und sieht die Kontrolle des Narrativs über die Realität als stärkstes Zeichen für ein solches Urteil. Laufend aktuelle Analysen über die USA (nicht nur, aber auch über ICE und die derzeitigen Entwicklungen in Minnesota) geben Rieke Havertz und Klaus Brinkbäumer im ZEIT-Podcast "Ok, America" (hier zu den Morden an Renée Good und Alex Pretti).
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